Online-Dialog Paderborn: Flusslandschaft Pader

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Worüber wird gesprochen?

Mitten in Paderborn entspringt die Pader aus über 200 kleinen Quellen. Sie ist insgesamt 4,4 Kilometer lang. Die sechs Quellarme vereinen sich im Nordwesten Paderborns zur Pader. Sie durchfließt den Padersee und mehrere Auen bevor sie beim Schloß Neuhaus in die Lippe mündet. Seit dem 16. Jahrhundert treibt die Pader Mühlräder an. Auf den ersten Blick scheint sie ihrem natürlichen Verlauf zu folgen. Tatsächlich folgt sie einem künstlichen Flusslauf. Über die Jahrhunderte wurde sie intensiv genutzt und immer wieder neu gestaltet.

Zwischen Padersee und der Mündung in die Lippe fließt die Pader an Auen, Wiesen und Wohngebieten vorbei. Sie ist Stadtnatur, Kulturlandschaft, Naherholungsraum: Heimat für Tiere, Pflanzen und Menschen. Im Rahmen der Masterplanung Flusslandschaft Pader II sollen diese Aspekte gestärkt werden. Wie das geht? Das soll ein Planungsteam zusammen mit der Öffentlichkeit entwickeln. Dabei geht es um die letzten 1,7 Kilometer des kürzesten Flusses Deutschlands.

Was ist bisher an der Pader passiert?

Bereits 2014 wurde ein Gesamtentwicklungskonzept für den oberen Teil der Pader durch erstellt. Dieses soll nun in einem zweiten Teil fortgeführt werden.

Mit Blick auf die national einzigartige Naturressource war das Ziel des Konzepts von 2014, die Flusslandschaft Pader als touristische, kulturelle, stadthistorische und ökologische Leitlinie von der Innenstadt in die Landschaft zu erhalten und zu entwickeln. Insbesondere das Paderquellgebiet wurde in den Fokus gerückt. Der Betrachtungsraum damals beinhaltete das Paderquellgebiet und den Paderlauf flussabwärts bis zum Fürstenweg.

Im Rahmen dieses Konzeptes standen ökologische Aspekte im Vordergrund. Die gewässernahen Bereiche sollten zudem unter dem Aspekt der Bedeutung für den Städtebau, der Denkmalpflege, der Gewässerökologie, der Landschaftsarchitektur und dem Verkehr analysiert und bewertet werden sowie gezielt Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung entwickelt werden.

Diese Maßnahmen werden nun seit 2017 nacheinander umgesetzt. Sie sollen vorhandene Defizite wie fehlende Wahrnehmbarkeit, Unzugänglichkeit der Quellen und Wasserläufe, lückenhafte Wegevernetzung und Orientierbarkeit sowie mangelnde ökologische Durchgängigkeit der Gewässer beheben und damit das Gebiet für Naherholung und Natur aufgewertet werden.

Bisher umgesetzt wurden folgende Maßnahmen:

In den kommenden Jahren umgesetzt werden:

  • bis 2025 weiterer Paderauenpark
  • 2022 – 2023  Lesegarten
  • 2022 – 2023 Michaelsstraße
  • 2021 – 2026 Beschilderungskonzept Flusslandschaft Pader
  • 2022 – 2024 Fassadenbegrünung Paderhalle
  • 2020 – 2026 Pflege- und Entwicklungskonzept SLG

Was ist Ihre Rolle?

Die interessierte Öffentlichkeit – also Sie – sind eingeladen, vor und während der Analyse und Planung Ihre Anregungen und Ideen zu teilen. Dazu dient dieser Online-Dialog. Hier sind Sie gefragt! Als Alltagsexpertinnen sind Ihre Erfahrungen, Beobachtungen und Ideen wichtig, um den Planungsteams eine verlässliche Hand vor Ort zu reichen.

Die erste Möglichkeit dazu gab es am 8.6. auf der öffentlichen Auftaktveranstaltung im Audienzsaal, Residenzmuseum Schloß Neuhaus. Klicken Sie hier für das Fotoprotokoll des Abends (PDF).

Vom 8. Juni bis zum 10. Juli konnten Sie auf dieser Seite Ihre Ideen mit anderen Menschen aus Paderborn teilen, um gemeinsam die Stadt zu gestalten. Ihre Anregungen werden von den Planungsteams in der Erarbeitung des Masterplans aufgenommen.

Der erste Entwurf des Masterplans wird Ihnen in einer zweiten öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Im Anschluss können Sie wieder Ihre Beobachtungen und Anmerkungen teilen.